
Jährlich erleiden etwa 200 000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall – ein Drittel davon stirbt, ein Drittel lebt danach mit einer bleibenden Behinderung. Eine frühzeitige Erkennung und Therapie kann die Perspektiven für den Betroffenen entscheidend verbessern.

Kostenlose Informationsveranstaltung am 17. November, 18.00 - 19.30 Uhr
Nicht zögern, sondern sofort handeln! Bei einem Schlaganfall ist jede Minute kostbar.
Denn je schneller ein Schlaganfallpatient auf einer speziellen Intensivstation – der sogenannten „Stroke Unit“ – behandelt wird, desto größer ist seine Chance, am Leben zu bleiben und keine gravierenden Schäden davonzutragen. Doch an welchen Warnsymptomen erkennt man einen Schlaganfall? Welche Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie gibt es, und was unterscheidet eine „Stroke Unit“ von einer normalen Intensivstation?
Antworten auf diese und andere wichtige Fragen gibt Dr. med. Michael Fuchs, der stellvertretende Chefarzt der Neurologischen Klinik des CaritasKlinikums Saarbrücken – St. Theresia, am Donnerstag, 17. November, 18 bis 19.30 Uhr, beim „Patientenforum Schlaganfall“.
Veranstaltet wird der kostenlose Informationsabend vom Caritasklinikum Saarbrücken in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Dudweiler (VHS-Kurs 8918B). Der Vortrag richtet sich an interessierte Laien, die im Patientenforum auch die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen.
„Die Wirksamkeit der Stroke-Unit-Behandlung bei Schlaganfall ist durch zahlreiche Studien nachgewiesen“, erläutert Prof. Dr. med. Peter Erwin Stolz, Chefarzt der Neurologischen Klinik des CaritasKlinikums Saarbrücken. „Die Stroke Unit unseres Klinikums verfügt derzeit über vier Betten, eine Aufstockung auf sechs Betten ist geplant.“ Untersucht, behandelt und versorgt werden die Patienten von einem interdisziplinären Team, in dem neben Ärzten und Pflegern auch Logopäden, Krankengymnasten und Ergotherapeuten vertreten sind.
„Darüber hinaus verfügt die Stroke Unit über besondere strukturelle Gegebenheiten und bietet die Möglichkeit, eine Thrombolyse-Therapie zu machen“, erklärt Peter Erwin Stolz. Bei dieser Therapie wird das Gerinsel, das Arterien im Hirn verstopft und so den Schlaganfall verursacht hat, wieder aufgelöst. „Wie gut diese Therapie anschlägt, hängt in entscheidendem Maße davon ab, wie schnell mit der Thrombolyse begonnen wird. In den ersten 90 Minuten kann bei einem von vier Patienten der Tod oder das Zurückbleiben schwerer Schäden vermieden werden. Kommt der Patient später, sind die Chancen deutlich geringer.“
Daher sei die Aufklärung der Bevölkerung gerade beim Thema Schlaganfall extrem wichtig, betont Professor Stolz. „Mit unserem Patientenforum möchten wir dazu einen Beitrag leisten und hoffen, möglichst viele Menschen sensibiliseren zu können – zu ihrem eigenen Schutz und zum Schutz ihrer Angehörigen.“
Die Teilnahme am Patientenseminar ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Veranstaltungsort ist das Caritasklinikum Saarbrücken – St. Theresia, Rheinstraße 2, 66113 Saarbrücken-Rastpfuhl, Eingangsgebäude (4. Etage), großer Konferenzraum.